Im Fokus

Im Fokus: WASSER FÜR ALLE!

Im Fokus: WASSER FÜR ALLE!

 

"Es gibt keinen Plan B. Denn es gibt auch keinen Planet B."

Ban Ki-Moon

 

Unter dem Slogan „March now or swim later!“ machten im März 2019 die jungen Aktivistinnen und Aktivisten der Fridays-for Future-Bewegung auf die fatalen Zusammenhänge zwischen dem menschenverstärkten Anstieg des Meeresspiegels, dem Ökosystem und der Wasserversorgung aufmerksam. Sie reihen sich damit ein in eine regelrechte Öffentlichkeitskampagne für unseren Planeten. Papst Franziskus hat 2015 in seiner Enzyklika „Laudato Si“ unter dem Titel „Die Wasserfrage“ bereits drei weitere zentrale Probleme angesprochen: Der ungleiche Zugang zu Wasser bzw. Wassermangel, ungenügender Wasserqualität und zunehmende Privatisierungsbestrebungen. Auch die Vereinten Nationen wollen mit der Wasserdekade, in deren zweitem Jahr wir uns befinden, mehr Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. 2010 hatte ihre Generalversammlung den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht deklariert.

 

Unser Wasser verdient diese große Öffentlichkeit. Denn alle, die unseren Planeten bewohnen, brauchen es. Vielleicht kann man es also derzeit nicht oft genug sagen: Ohne Wasser kein Leben.

 

Doch was dieser Aufmerksamkeit folgen muss, ist Veränderung. Ziel 6 der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sieht vor, dass im Jahr 2030 alle Menschen weltweit ausreichend Zugang zu sauberem Wasser haben. Doch dies geschieht nicht von allein – alle müssen handeln, am besten gemeinsam: Staaten, Kommunen, Unternehmen und wir selbst. So können wir zum Beispiel mit einfachen Tricks den Wasserverbrauch zu Hause senken oder an der Ladentheke den „virtuellen“ Wasserkosten eines Produkts in unsere Kaufentscheidung mit einbeziehen.

 

Mit unserem Fokusthema wollen wir beisteuern: Öffentlichkeit schaffen und Wege zum Handeln und Verändern aufzeigen. Wir haben für Sie wieder einiges organisiert: Vorträge zur Situation unseres Grundwassers und zu Wasser als Menschenrecht, einen Filmabend und verschiedene Führungen im Germanischen Nationalmuseum, die das Thema Wasser aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Zwei Ausstellungen holen wir nach Nürnberg – die eine setzt Meereslandschaften fotografisch in Szene, die andere führt uns die Situation der globalen Wasserverfügbarkeit vor Augen. Und natürlich blicken wir auch wieder aus philosophischer und theologischer Perspektive auf unser Fokusthema. Nicht zuletzt begleiten wir mit unseren Veranstaltungen die Verleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises an den chilenischen Wasser-Aktivisten Rodrigo Mundaca.