„It won’t stop until we talk“ (Eintrag von Robi Damelin ins Gästebuch des CPH)
Am 21. September wurde der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis an die Versöhnungsinitiative Parents Circle – Families Forum (PCFF) verliehen. Die Organisation PCFF, 1995 von einem trauernden Vater und einer Gruppe israelischer Familien gegründet, bietet einen sicheren Raum, in dem trauernde Israelis und Palästinenser:innen ihre persönlichen Geschichten teilen, die Perspektive der jeweils anderen Seite verstehen und die Menschlichkeit des „Anderen“ anerkennen können.
Am 23. September berichteten Laila AlShekh und Robi Damelin, die als Vertreterinnen der Initiative den Preis entgegengenommen haben, im Gespräch mit Prof. Heiner Bielefeldt (Seniorprofessor für Menschenrechte, FAU Erlangen-Nürnberg) von ihrer Arbeit, den Herausforderungen und ihren persönlichen Erfahrungen. Das Publikum durfte zwei beeindruckende Persönlichkeiten kennenlernen, die mutig und entschieden Gräben überwinden wollen.
„When you fear, you hate“, so Robi Damelin. Deshalb setzt PCFF beispielsweise mit regelmäßigen Summercamps auf die Begegnung junger Israelis und Palästinenser:innen. Heiner Bielefeldt brachte die Hoffnung zum Ausdruck, die in der Arbeit von PCFF steckt: „Auch in den dunkelsten Momenten kann die Saat der Versöhnung Wurzeln entwickeln“.
Podiumsdiskussion über Konfliktlösung des Nahen Osten
Wenig Hoffnung auf eine schnelle Lösung machte die Diskussionsrunde in der an das Gespräch anschließenden Veranstaltung. Journalistin Hanna Resch, ARD-Studio Tel Aviv, Politikwissenschaftler und Nahostexperte Thomas Demmelhuber, FAU Erlangen-Nürnberg und Jurist Christoph Safferling, Völkerstrafrechtler an der FAU und Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien sprachen über die aktuelle Lage im Nahen Osten und mögliche Perspektiven für eine Lösung des Konflikts. Einig waren sich alle drei darin, dass der Krieg sofort gestoppt werden müsste.





