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Theologie | Spiritualität | Philosophie

Mittwoch04.12.19 19:00 bis 21:00 Uhr
REIHE "GELEBTE PHILOSOPHIE"

Glauben und Denken

Zwei Wege zur Welterkenntnis und Existenzgestaltung

Theologie, Philosophie und Wissenschaft beanspruchen, jeweils Einsichten in Bezug auf Welterklärung und Existenzerhellung zu geben. Die Theologie betont besonders das Glauben, die Philosophie das rationale Denken und die Wissenschaft die empirische Überprüfbarkeit.
In Bezug auf Glauben und Denken ergeben sich zwei Möglichkeiten:

  • Glauben und Denken behandeln getrennte Bereiche der Wirklichkeit, die keine Berührungspunkte haben und sich daher nicht widersprechen können.
  • Glauben und Denken gehen beide von der gleichen Wirklichkeit aus. Sie betrachten diese Wirklichkeit nur von unterschiedlichen Gesichtspunkten aus, die sich nicht widersprechen, sondern ergänzen.

Im Laufe der Geschichte haben Glauben und Denken jeweils unterschiedliche Aussagen über gleiche Sachverhalte gemacht, die sich zunächst zu widersprechen scheinen.
Als Beispiel wird das 13. Jahrhundert herangezogen werden. Hier entdeckte das westliche Abendland die naturalistische Philosophie des Aristoteles. Sie bedeutete eine Herausforderung für die christliche Theologie. Thomas von Aquin bemühte sich, dieser Herausforderung zu begegnen und aristotelische Vorstellungen mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren. 

Thema des dritten Abends:
Das 13. Jahrhundert: Kirche und Staat - der Kampf um die Vorherrschaft

Eintritt frei, Spende erbeten
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Weitere Termine: 08.01./29.01./19.02.2020
Ansprechpartner im CPH: Claudio Ettl

Referent/-in

Prof. em. Dr. Bernd Schmidt, Nürnberg

Veranstaltungsnummer

51525