Schriftgröße: AAA

Erinnerungsarbeit | Menschenrechte | Werte

Donnerstag16.01.20 16:00 bis 17:00 Uhr
VORTRAG

Macht, Ausbeutung, Erinnerung

Eine Geschichte des deutschen Kolonialismus

Vor 125 Jahren beschlossen einige Europäer auf einer Afrika-Konferenz in Berlin, dass Deutschland eine Kolonialmacht werden sollte. Warum? Um auch einen „Platz an der Sonne“ zu ergattern? – Deutschlands Herrschaft in Übersee war Teil einer europäischen, gewaltvollen Expansion. Lange Zeit galt sie als unbedeutend und wurde kaum erforscht, weil sie im Vergleich zu Großbritanniens oder Frankreichs Herrschaft vermeintlich kurz war.

Doch nun bewegt sich etwas. Auch, weil in zahlreichen Museen noch Überbleibsel aus kolonialen Zeiten schlummern. Was mit all den Artefakten, Objekten und Gebeinen geschehen soll? Darüber wird gestritten. Zugleich bietet die Erinnerung an die symbolträchtige Konferenz Anlass, genauer hinzuschauen. Auf Deutschland als Kolonialmacht, den Verlauf der deutschen Expansion, die Begegnungen mit den jeweils „Anderen“ und nicht zuletzt den Kolonialismus in unseren Köpfen.

Bildung für alle – das ist das Ziel der Straßenkreuzer Uni. Sie bringt Menschen zusammen, die Freude an Bildung haben, aber im Alltag kaum miteinander in Berührung kommen, und ist offen für alle, die an wissenschaftlichen Inhalten interessiert sind. Weitere Informationen: www.strassenkreuzer.info/strassenkreuzer-uni.html

Kooperationspartner: Straßenkreuzer-Uni
Ansprechpartnerin im CPH:  Dr. Doris Katheder

Referent/-in

PD Dr. Bettina Brockmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Forschungsschwerpunkte: koloniale Biographien, Kolonialgeschichte Deutschlands und Großbritanniens in Tansania.