Schriftgröße: AAA

Erinnerungsarbeit | Menschenrechte | Werte

Dienstag10.03.20 19:30 Uhr
FILMPREMIERE MIT PODIUMSDISKUSSION

Jugendliche Zugewanderte:

Ausbilden oder Abschieben?

In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Deutschland verlässt Taha Mousa sein Heimatland Ghana. Gerade einmal 13 Jahre alt, macht er sich alleine auf den Weg nach Europa. Zwei Jahre ist er unterwegs, zunächst 4.500 km, meist zu Fuß, bis nach Libyen, dann in einem kleinen Holzboot über das Mittelmeer. Auf seinem Weg nach Europa muss er erleben, wie Menschen neben ihm in der Wüste verdursten und im Mittelmeer ertrinken.

Er lebt vier Jahre in Deutschland, lernt die Sprache, besucht die Schule, ist in einem Sportverein aktiv, engagiert sich sozial und will eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer machen. Er erhält aber keine Ausbildungserlaubnis, da er aus Ghana stammt, einem sogenannten "sicheren Herkunftsland". Anfang Dezember 2019 - Taha ist jetzt 19 Jahre alt - muss er die Bundesrepublik wieder verlassen. Seine Zukunft: ungewiss.

Nach der Filmpremiere Podiumsgespräch mit

  • Barbara Bach, Leiterin mehrerer Wohngruppen für unbegleitete Minderjährige,
  • Michael Adamczewski, ehemaliger Direktor der Berufsschule 11 in Nürnberg,
  • Marion Bradl, Sozialwissenschaftlerin sowie
  • Vertreter_innen der Politik

zu der Frage, ob es sinnvoll ist, hochmotivierte junge Menschen in ihre Heimatländer zurückzuschicken - insbesondere, wenn sie Berufe ergreifen wollen, in denen viele Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können, während gleichzeitig Gesundheitsminister Jens Spahn im Ausland Menschen für Pflegeberufe anwirbt?

Hauptveranstalter: MedienPRAXIS e. V.
Kooperationspartner: Akademie CPH
Ansprechpartner im CPH: Dr: Siegfried Grillmeyer

Leitung

Julia Thomas, Thomas Steigerwald, Medien PRAXIS e. V.

Veranstaltungsnummer

1433