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Theologie | Spiritualität | Philosophie

Dienstag 12.03.19 19:00 bis 21:00 Uhr
WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT 2019

Der Nürnberger Reformator Andreas Osiander

Ein Kriminalfall, eine infame Beschuldigung und eine Verteidigung der Juden

Andreas Osiander (1496/98-1555), gehörte zu den wenigen Theologen der Reformationszeit, die Juden gegen ungerechtfertigte Anklagen verteidigten. Die perfideste dieser Anklagen war die Behauptung, Juden bemächtigten sich christlicher Kinder, um sie zu töten und ihr Blut zu gebrauchen. Als 1529 ein Kind in Pösing bei Pressburg tot aufgefunden wurde, kam der Verdacht auf, Juden seien für den Mord verantwortlich. Daraufhin verfasste Osiander ein Traktat, in dem er mit theologischen und logischen Gründen die Widersinnigkeit dieser Anschuldigung nachwies und Überlegungen anstellte, wie die wahren Mörder zu finden seien. Der Vortrag stellt den faszinierenden Text vor und erläutert die Hintergründe.

Eintritt frei
Eine Veranstaltung der Reihe CHRISTLICH-JÜDISCHE BEGEGNUNGEN in Kooperation mit dem Institut für christlich-jüdische Studien an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Ansprechpartner im CPH: Claudio Ettl

Veranstaltungsort

evangelische stadtakademie nürnberg
Haus Eckstein
Burgstr. 1-3
90403 Nürnberg

Referent/-in

Prof. Dr. Matthias Morgenstern

Veranstaltungsnummer

53459