Referent
- Prof. Dr. Matthias Reményi, Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft, Universität Würzburg

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Über Macht und Machtmissbrauch in der Kirche
Seit Bekanntwerden der Missbrauchsskandale stehen die Themen Macht und Machtmissbrauch auch innerkirchlich auf der Agenda. Dabei stand anfangs vor allem Missbrauch durch sexualisierte Gewalt im Vordergrund. Ausgelöst durch Vorkommnisse in Neuen Geistlichen Gemeinschaften richtete sich der Blick jedoch bald auch auf das Thema des geistlichen Missbrauchs. Denn die religiöse Hingabe, die mit dem Eintritt in eine geistliche Gemeinschaft verbunden ist, muss immer wieder mit dem Recht auf spirituelle Selbstbestimmung in Einklang gebracht werden. Wird dieses Recht durch Druck, Vereinnahmung oder Zwang verletzt, geschieht Machtmissbrauch.
In seinem Vortrag behandelt Matthias Reményi grundsätzliche Fragen, die sich gerade beim Thema spiritueller bzw. geistlicher Missbrauch stellen: Wo in den Kirchen sind Einfallstore für einen solchen Missbrauch von Macht? Was hat dies mit dem Kirchenbild und dem Begriff von Offenbarung zu tun? Wer hat überhaupt die Macht, den Willen Gottes so auszulegen, dass er für andere bindend ist - und wie lässt sich hier Missbrauch verhindern? Und nicht zuletzt: Was muss getan werden, damit religiöse Hingabe nicht in Machtmissbrauch umschlägt?
Anmeldung erbeten per E-Mail: akademie@cph-nuernberg.de oder telefonisch unter 0911 23 46-145