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KDM-Tagung "Die katholische Kirche und radikale Rechte"

Vom 13. bis 14. Oktober 2022 hatte das Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche in Bayern mit seinen beiden Standorten Domberg-Akademie und Akademie CPH zu einer Tagung zum Thema „Die katholische Kirche und die radikale Rechte – eine notwendige Debatte“ nach Nürnberg eingeladen.

Zwei Expertinnen zu diesem Thema, Dr. Liane Bednarz und Dr. Sonja Strube, akzentuierten in ihren Keynotes unterschiedliche Schnittstellen des Phänomenbereichs „Katholische Kirche und radikale Rechte“. Gemeinsam mit dem Bamberger Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick und dem BDKJ-Bundesvorsitzenden Gregor Podschun diskutierten sie im Anschluss mit den Teilnehmenden über Lücken im Forschungsfeld, über Zusammenhänge zwischen kirchlichen Strukturen und dem Phänomenbereich sowie über Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten auf unterschiedlichsten Ebenen.

„Systemrelevant? Systemsprengend?“ Am Abend ging Matthias Drobinski, Chefredakteur der Zeitschrift Publik-Forum, in seinem Vortrag der Frage nach, ob die Kirche im 21. Jahrhundert in einer säkularen Gesellschaft überhaupt noch gebraucht wird und welche Rolle sie einnehmen könnte bzw. sollten.

Nach einem Morgenimpuls von Claudio Ettl vertieften sich die Tagungsteilnehmenden am Vormittag des zweiten Tages in Workshops zu Analysen und Handlungsoptionen im Bildungsbereich (Andreas Menne) und aus kirchlich-juristischer Perspektive (Dr. Michaela Hermes und Caroline Gmehling). In einer abschließenden Fishbowl-Diskussion trugen alle Teilnehmenden die Ergebnisse zusammen und identifizierten Anknüpfungspunkte für die Weiterarbeit. Sehr hilfreich waren hier auch die „Außenperspektiven“ aus protestantischer und zivilgesellschaftlicher Sicht, die von entsprechenden Teilnehmenden am Ende der Tagung eingebracht wurden.

In den Diskussionen nach den Vorträgen, während der Workshops, aber auch in vielen Gesprächen am Rande der Tagung wurde deutlich: In allen Bereichen der Kirche sind wir mit Herausforderungen durch reaktionäre und menschenfeindliche Positionen konfrontiert. Und diesen müssen wir uns stellen. Dafür braucht es Know-How, Vernetzung, gegenseitige Solidarität und Unterstützung und eine konstruktive Diskussionskultur über Gesellschaft, Glaube und Kirche. Dazu waren am Ende der Tagung alle Teilnehmenden motiviert. Auch die Mitarbeitenden im KDM wollen ihren Auftrag dahingehend weiter erfüllen und die gewonnen Erkenntnisse und neuen Vernetzungen nutzen.

Eine Publikation mit den wesentlichen Tagungsinhalten ist für nächstes Jahr geplant.

Die Tagung aus Sicht von katholisch.dehttps://www.katholisch.de/artikel/41510-grenzueberschreitungen-und-angstloecher-katholiken-und-die-neue-rechte

Auch der Bayerische Rundfunk berichtetet für eine Schwerpunktsendung zum Thema von der Tagung: https://www.br.de/mediathek/podcast/theo-logik/christlich-und-rechts-die-kirchen-und-die-radikalen-rechte/1879681

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