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Menschenrechte, Demokratie & Erinnerungsarbeit

Wofür steht das Ressort?

In diesem Ressort findet unser Begreifen der Menschenrechte als Grundlage, Inhalt und Kompass für unsere Bildungsarbeit ihren Ausdruck. So thematisieren wir mit Projekten, Veranstaltungen und Publikationen nicht nur regelmäßig aktuelle Herausforderungen von Menschenrechtspolitik. Unser Anliegen ist es auch, unsere Bildungsarbeit möglichst inklusiv und divers zu gestalten.

Bei unseren Bildungsmodulen zur Erinnerungsarbeit zum Nationalsozialismus arbeiten wir unter anderem mit historischen Lernorten hier in Nürnberg und fragen nach Mechanismen von Partizipation und Ausschluss an bzw. von der nationalsozialistischen „Volkgemeinschaft“ gleichermaßen wie nach Formen legitimer Erinnerung heute. Dabei wenden wir uns auch den verschiedenen historischen Phasen und Paradigmenwechseln von Erinnerungspolitik im Zeichen von NS-Kontinuitäten in der Nachkriegszeit, Verdrängung und rechtem Terror zu.

In unserer Demokratiebildung nehmen wir einerseits mit ganz konkrete Formaten politischer Bildung aktuelle Themen auf. Andererseits arbeiten wir in Workshops und Fortbildungen konkret zu Handlungsmöglichkeiten zu demokratiefeindlichen – konkret extrem rechten – Herausforderungen in Schule, Beruf und Alltag. Dazu zählen unter anderem Argumentationstrainings zu Verschwörungserzählungen oder rassistischen Vorurteilen.

Aktuelle Veranstaltungen des Ressorts

Unsere Leitgedanken

Menschenrechte und Menschenwürde

Die Menschenwürde steht nicht nur am Anfang des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist auch gleichsam das erste Wort der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948, mit der die Vereinten Nationen – wenige Monate vor der Verabschiedung des Grundgesetzes – den Prozess der internationalen Normierung von Menschenrechtsstandards einleiten.

Moralische Legitimationsinstanz und politisches Projekt gleichermaßen sind die Menschenrechte in hohem Maß auch Thema unserer Bildungsarbeit. Das Verständnis für die Menschenrechte zu vertiefen, ihre historischen Entstehungsbezüge ebenso wie aktuelle Interpretationen und Kontroversen fruchtbar zu machen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Erinnerungsarbeit

Das Erinnerungsforum DIDANAT (Didaktik der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen) orientiert sich am Ideal einer offenen, angemessenen und verantwortungsbewussten Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen. Vergangenheit soll nicht „bewältigt“, sondern ohne vorschnelle Aktualisierungen oder vordergründige Betroffenheit immer wieder neu hinterfragt werden. Schwerpunkte unserer Bildungsmodule: Erinnerung und Erinnerungspolitik, die Nürnberger Prozesse, Zivilisationsbruch, Zeitgeschichte u.a.m. 

Werte

Wie entstehen Werte? Was sind "gute", was "schlechte" Werte? Starke Wertbindungen - so der Soziologe und Philosoph Hans Joas - brauchen intensive Erfahrungen, brauchen "Ergriffensein", "Bei-sich-sein", notwendig passivische Momente.
Wertebildung und Wertevermittlung in pluralistischen Gesellschaften führen unweigerlich zu Fragen nach einer gesellschaftlichen Ethik. Wertedebatten - sei es in Themenfeldern wie der Medizin, der Medien, der Wirtschaft, u.a.m. - sind hochkonjunkturell und liefern oft genug Steilvorlagen für die politische Bildungsarbeit, fordern aber auch dazu auf, Positionen zu formulieren und "für" oder "gegen" etwas einzustehen.

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Portraitaufnahme von Herrn Stammler

Martin Stammler

Bildungsreferent
Ressortleitung „Menschenrechte | Demokratie | Erinnerungsarbeit“
Projektleitung
Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde

0911 / 23 46 - 144
stammler@cph-nuernberg.de